Magnon Tonstudio Paul Niederberger, CH­6370 Stans­Oberdorf NW, Schweiz

Mein Geschäft «magnonrec»

Wie ich als junger Mann angefangen habe...

Ich besuchte nach einer aus gesundheitlichen Gründen abgebrochenen Zimmermann–Lehre das Gymnasium in Stans. «Angesteckt» durch einen meiner Lehrer entwickelte ich ein zunehmendes Interesse für Ton–Aufnahmen. Ich begann, Fachzeitschriften über Tonstudios und technische Literatur über Tonaufnahmen zu lesen und mich über die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich auf dem Laufenden zu halten.

Eine gesetzlich geregelte Lehre als Tontechniker gab es damals noch nicht, ein Geschäft zu eröffnen war dasselbe Risiko wie heute, und dazu kam als weitere Hürde, dass mir das nötige Startkapital zur Installierung eines Tonstudios fehlte.

Während einer Zwischenphase als Versicherungsagent legte ich möglichst viel auf die hohe Kante, um mir die ersten Geräte anschaffen zu können, mit den ich als «Wilder» in das Gewerbe der Tontechnik und Ton–Konservierung einstieg. Mit dem Begriff «Wilder» meine ich, dass ich ohne eine formelle Ausbildung anfangen und mir meine Fachkompetenz autodidaktisch aneignen musste. Das Privileg, eine Liebhaberei zum Beruf machen zu können, motivierte mich, mit jedem Tag dazuzulernen und mich hundertprozentig zu engagieren.

Ich darf von mir sagen, dass ich meinen Kunden gute Arbeit geliefert habe. weil sie das auch so beurteilen, empfahlen sie mich ihren beruflichen und privaten Bekannten weiter, und so entwickelte sich mein Kundenkreis in den verschiedensten Sparten der Musik. Seien es Profis oder Liebhaber, seien es Solisten, Kleinformationen oder Orchester im Bereich von Klassik, Folklore, Blasmusik, ich nehme alle meine Kunden gleich ernst und setze meinen Ehrgeiz drein, ihre Darbietungen in bester Qualität wiederzugeben.

Viele meiner Kunden arbeiten seit meinen Anfängen vor 25 Jahren mit mir zusammen, worauf ich sehr stolz bin. Einige gehören inzwischen sogar zu meinem Freundeskreis, und das macht mich sehr glücklich.

...und was daraus geworden ist.

Noch heute bin ich freiberuflicher Tontechniker. Ich mache meine Aufnahmen in Studios im In– und Ausland, in Konzertsälen, sogar im Freien. Ein wichtiger Zweig meiner Tätigkeit ist die Live–Aufnahme von klassischen Konzerten, zum Beispiel im KKL Luzern oder in der Tonhalle Zürich, oder bei Konzertabenden von Blasmusik– oder Volksmusikvereinen. Meine Aufnahmen liessen und lassen mich oft weit reisen, was mir auch privat sehr zusagt. Mehrere Male durfte ich zu diesem Zweck in die USA fliegen, mit einem deutschen Chor bereiste ich sogar während fast zwei Monaten Brasilien, Argentinien und Chile, ich hielt ganze Festivals auf CD fest (Peñiscola, Spanien) und nahm für das englische Label Hyperion die gesamte Orgelmusik von Bach sowie weitere Orgelmusik in diversen Kirchen der Schweiz, Frankreichs (Paris), Finnlands (Turku), Chinas (Hongkong) und Islands (Reykjavik) auf.

Waren meine ersten Produktionen für die Vinyl–Schallplatte bestimmt, arbeite ich seit Langem mit hundertprozentiger Digital–Technologie. Ich gehörte in der Schweiz zu den ersten Tontechnikern, die mit digitaler Technik danach strebten, die Aufnahmen noch lebendiger, noch klarer zu gestalten und für ihre Kunden noch flexibler zu werden. Die ersten digitalen Geräte importierte ich direkt aus den USA; heute besteht dafür auch in Europa ein reiches Angebot.